...wo wird sie enden, die Reise...

Oct. 30th 2006 - Chapter 9 ~ ♪ ~ ♫


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Chapter Six

Chapter Six

„Kite, was ist nur los mit dir! Seit dem Besuch beim Wahrsager bist du total überdreht und weg getreten!“ maulte Mina. Inzwischen hatten die zwei ihre Taschen mit den nötigsten Utensilien ausgestattet und führten ihre Reise fort. „Wie?..Was?“ Kite schien, als hätte man ihn gerade bei seinen Gedankengängen gestört. „Man!“, seufzte Mina genervt, „ Nicht mal zuhören tust du mir! Beschäftigst dich nur noch mit deiner blöden Flöte!“ – „Hey…sie ist nicht blöd, klar!“, verteidigte Kite das kostbare Stück und strich liebevoll über dessen Körper. „Sie ist was ganz Besonderes! Also beleidige sie nicht! Warum bist du nur so gemein?“ Er wandte sich beim Gehen von ihr und zog einen demonstrativen Schmollmund. Noch einmal stieß Mina ein resigniertes Seufzen aus und betrachtete Kite, wie er die Flöte einwickelte und anschließend in seine Tasche verschwinden ließ. Er hatte wohl Angst, dass Mina es aus Wut kaputt machen würde, wenn seine Flöte noch weiterhin zu erblicken wäre. Manchmal erschien Kite ihr wie ein Kind von 8 Jahren und nicht wie ein 16-jähriger. Aber das machte ihr nichts aus. Das zauberte ihr sogar ein Lächeln auf die Lippen. Sie mochte Kite, wie er war und nicht anders. ...

1.10.04 12:40


II

Schon damals, vor genau zehn Jahren, löste Kite etwas in ihr aus. Sie wusste nicht wer er war, geschweige denn woher er kam, doch mochte sie ihn auf Anhieb. Es war Nacht in Loutie als Ihr Vater den kleinen Jungen - gerade mal 6 Jahre alt - mit in das Dörfchen brachte. Einen Jungen, ohne Freunde, ohne Eltern und ohne Vergangenheit. Er war plötzlich in ihr Leben getreten, einfach so. Mit hohem Fieber war er in das Haus der Mequets – Minas Familienname - getragen worden. Mina kann sich noch genau an das kindliche, schwitzende Gesicht Kites erinnern, wie es nach Luft rann. Sie war es, die ihn gepflegt hatte. Naja, zumindest hatte sie über ihm gewacht. Jeden Abend saß sie am Gästebettchen und betrachtete Kites Antlitz. Jeden Abend lugte sie hervor, um ja sein Erwachen nicht zu verpassen. Kite schlief lange und fest, um genau zu sein drei Tage lang, bis er endlich seine Augen öffnete und in die leuchtenden Augen Minas blickte. Er schien verwirrt, aber wurde alsbald mithilfe Minas in das Leben des Dörfchen Louties integriert. So lernte er auch Kai kennen, den Nachbarsjungen. ..



[mal schaun, ob noch was dazu kommt, also zur hintergrundsgeschichte ^^;;....erstmal muss ich mampfen gehn XD]

20.2.05 20:20


III

Kai lebte mit seiner Familie am Ende des Dorfes. Sein Vater war ein bekannter, reicher Geschäftsmann, der Leute für sich arbeiten ließ und seine Mutter hingegen war eine einfache Arbeiterin in der Weberei. Kai hatte von Beiden etwas. Doch kam er mehr nach seinem Vater, wenn man die arroganten Züge in Augenschein nahm. So verstanden sich die Drei anfangs überhaupt nicht. Kai war Mina stets zu fein und penibel. Es ist ja nicht so gewesen, dass sie es nicht wenigstens versucht haben mit Kai eine Freundschaft anzufangen. „Komm! Gesell dich doch zu uns!“, hatte Mina gerufen, während sie bei den anderen Dorfkinder hockte und mit Matsch Türme versuchte zu bauen. Aber nein, dem Herr war die Erde, auf die er wie jeder andere trat, zu dreckig, als dass er sich mit seinen tollen Klamotten sich zu ihnen gesellen sollte. Er winkte ab und drehte den Kindern den Rücken zu und schritt stolz von dannen. So solle er sich nicht wundern, wenn er keine Freunde kriegt, dachte Mina bei sich. Und so kam es auch. Kai war immer allein umherstolziert. Immer mit diesem herabsehenden Blick. Mina wusste, dass er sie aus dem Augenwinkel immer beobachtete, ließ sich aber nichts anmerken und amüsierte sich weiterhin mit allem was sie tat. Damit hatte sie wohl den Neid und die Eifersucht aus Kai herausgelockt. Dieser schritt nämlich auf die im Matsch spielenden Kinder zu, zertrat ihre Türme und schrie „ Was findet ihr nur so toll an diesem Matsch. Benehmt euch ja schlimmer als Schweine!“ Mina konnte nicht mehr. Sie nahm eine grozügige Ladung Matsch und feuerte ihn auf Kai ab. „Dann geh doch! Keiner zwingt dich mit uns zu spielen!“ – „Du!...“ Kai schaute an seiner neuen Kleidung herunter, und bemerkte den riesigen Fleck auf seinem Samtgewand, den er erst neulich bekommen hatte. Sein Gesicht färbte sich rot. „Du…!“ Kai stürmte wutentbrannt auf das Mädchen zu, packte sie am Hals, ehe sie realisieren konnte, was los war. Mina hatte ihre Augen vor Schreck weit aufgerissen. Sie wurde gegen den Baum hinter sich gepresst. „Miststück! Mach den Fleck weg! Leck ihn auf!“ Er zog ihren Kopf Richtung Fleck. Das Mädchen versuchte verzweifelt gegen ihn anzukommen. Die anderen Kinder schrieen. Einige weinten. „Wird’s bald?“, Kai übte mehr Druck aus, als plötzlich etwas Glitschiges hart an seinen Hinterkopf klatschte. …
20.2.05 21:34


IV

„Wer wagt es…?“ Kai riss seinen Kopf nach hinten. „ICH!“ Kite fiel in sein Blickfeld. „Lass Mina in Ruhe!“ – „Du wagst es mir Befehle zu geben?“ Kai ließ von Mina ab und hatte sich ganz Kite zugewendet. Ein arrogantes Grinsen huschte über seine Lippen. „Wer bist du? Dich hab ich hier noch nie gesehen!“ – „Kite ist mein Name.“ –„Kite?..Mmh…noch nie gehört!“ – „Lass ihn in Ruhe! Kite ist neu hier….!“. Kai schaute Mina kühl an „So?!“. Seine Miene verfinsterte sich. „Neu hier….Fremdkörper erlaubt sich mir Befehle zu geben?!“ – „Nur weil dein Vater andere für sich schuften lässt und ’ne Menge Batzen von Gold besitzt, stellt dich nicht höher als uns, du Bastard!“, schrie Kite. „Wie war das? Was hast du gesagt?“ Kai ballte seine Faust. Niemand lästert über seinen Vater und erst recht nennt ihn niemand BASTARD!! Er stürmte auf Kite los, packte diesen an der Schulter und warf sich mit ganzer Wucht gegen ihn, sodass jener auf den Boden knallte. „Niemand nennt mich Bastard! Du Bastard!“ Er schlug Kite mit der geballten Faust ins Gesicht. Kite verzog sein Gesicht, ehe er sich zur Wehr setzte, Schwung nahm und die Positionen tauschte. „Ach halt die Fresse, Arroganter Sack!“ Auch Kite kam in den Genuss Kai eine zu pfeffern. Sie rangelten heftig miteinander. Keiner der anderen Kinder traute sich, sich einzumischen. Mina schlug die Hände vor’s Gesicht. Was hatte sie getan. Nur weil sie sich nicht beherrschen konnte, hatte sie Kite miteinbezogen. Und was wird ihr Vater dazu sagen? Oh nein..was wird Kais Vater unternehmen, wenn er erfährt was mit seinem Sohn passiert! Er könnte Minas Familie aus dem Dorf vertreiben lassen. Mit Geld lässt sich so vieles handhaben. Ihr traten Tränen in die Augen. Was hatte sie nur getan. Das kleine Mädchen schaute auf. Plötzlich erstarrte sie. „Vorsicht!“ Zu spät. Kai und Kite waren so in ihre Rangelei vertieft. Sie haben nicht bemerkt, wie sie sich immer weiter dem Abgrund genähert hatten. „NEIN!“ Mina schrie auf, lief so schnell sie ihre Beinchen trugen und griff nach den beiden. VERFEHLT.
20.2.05 22:08


V

Entgeistert sank sie auf ihre Knie, stützte ihre Hände vor sich ab und fing laut zu schluchzen an. „Was hab ich getan? Was hab ich nur getan!“ Verbittert grub sie ihre Finger tief in die Erde vor dem Abgrund ein, so fest, dass es schmerzte. „Ich werde es mir niemals verzeihen können…Kite….!“ Die Tränen nahmen ihr ihre Sicht. Nur wegen ihrem Temperament hatte sie Kite verloren, dabei hatte sie ihn gerade mal kennen gelernt und ins Herz schließen dürfen. Und dann war da noch Kai. Auch wenn er ein mieser Kerl für Mina war, rechtfertigt dies noch lange nicht in auf den Gewissen zu haben. Oh nein, was hatte sie nur getan. Dummes kleines Mädchen. Ihre Gedanken spielten verrückt. Ihre Finger bluteten, da sie sie unentwegt in die harte Erde rammte. Ihr Herz schmerzte. Ihre Kehle schnürte sich zu, bei dem Gedanke zwei Menschen auf den Gewissen zu haben. Plötzlich wurde ihr schwarz vor Augen.
21.2.05 09:03


VI

Sie konnte sich nur noch daran erinnern, wie sie in ihrem Bett aufwachte und in zwei Augenpaare stierte - in zwei blaue Augenpaare, die sich recht ähnelten - auf den ersten Blick. Sie gehörten Kite und Kai.
Seit jenem Tage an, ging es für die drei aufwärts. Sie wurden Freunde, unzertrennliche. Aber dies hielt nicht lange an. Alsbald verließ Kai das Dorf. Sein Vater wollte hinaus, um noch mehr Gewinne zu machen. Kai versprach zwar wiederzukommen, aber bis jetzt fehlte jede Spur von ihm. Er hatte sich in den xx Jahren kein einziges Mal gemeldet.
15.8.05 16:59


VII

„Du, Kite…wo liegt eigentlich die nächste Stadt?“ Mina schaute sich suchend um. Sie waren schon seit Stunden unterwegs gewesen ohne auf etwas zu treffen, das einer Stadt glich. Das Mädchen war müde. Sie war es nicht gewohnt so lange Strecken hinter sich legen zu müssen. Schließlich waren die Wege in Loutie recht kurz gehalten. Außerdem war dessen Boden nicht so weich und schlammig gewesen, wie der dieses Waldes, auf denen sie regelrecht vorwärts glitten. „Wenn ich das mal wüsste!“, Kite seufzte und versuchte sich wie Mina vorwärts zu schleppen! „Wie bitte? Du bist auf Reisen, ohne zu wissen wo du bist, geschweige denn eine Karte im Gepäck zu haben?“, Mina war außer sich. Sie schaute zum Himmel empor, der langsam seine Farben wechselte. Es dämmerte bereits zu Abend. „Argh…da ist wohl auch nichts mehr zu machen! Lass uns in irgendeinem nahe gelegenen Dorf rasten, sollte es hier eines geben. Ich will noch vor Einbruch der Dunkelheit aus diesem Wald!“ - „Ach wir könnten doch auch hier rasten. So tun’s die Abenteurer doch auch!“. Kite lächelte, seine Augen funkelten vor Abenteuerlust, doch Mina empfand es als alles andere als gut „ Spinnst du? Mich behalten keine 10 Pferde hier in diesem Wald! Und dann noch auf einen solchen Boden schlafen?! Nie im Leben!“ - „Jajaja!“ Kite seufzte und gab sich geschlagen. So durchwanderten sie den Wald und rasteten im nächst gelegenen Dorf.
Am nächsten Morgen wachten sie früh auf und erkundigten sich nach einer Landkarte. Sie gingen von Laden zu Laden. Von Stand zu Stand, als plötzlich Kite ein Blick im Nacken spürte. Instinktiv drehte dieser sich um und blickte in zwei goldbraune Augen. Ein kleines Mädchen hatte sich vor ihm aufgebauscht.
15.8.05 17:04





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