...wo wird sie enden, die Reise...

Oct. 30th 2006 - Chapter 9 ~ ♪ ~ ♫


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Chapter Three

Chapter Three



Als die beiden endlich aus ihrer Hütte traten, ist schon reges Treiben im Gange. Die Dorfbewohner machten sich frohen Mutes an die Arbeit und bestellten ihre Felder. Hier und da ward immer wieder ein Grußwort fallen gelassen. Auch Kite und Mina grüßten freundlich zurück. Sie gingen bestimmt auf einen kleinen Laden am Rande des Dorfes zu. Dabei drang das Lachen der immer fröhlichen, spielenden Kinder an ihre Ohren. Es war wahrhaftig ein friedliches, harmonisierendes Dorf, in dem Kites Mutter Zuflucht gefunden hatte und wo ein jeder zu Leben erstrebte. Zumindest die Leute, die die Natur noch zu schätzen und würdigen wussten. Und die Leute, die keine Scheu davor hatten, für wenig Geld hart zu arbeiten. Hier spielte Geld keine große Rolle. Manchmal wenn es jemanden an Geld mangelte, verschenkte der Verkäufer sogar seine Waren. Wichtiger waren den Leuten die Harmonie und das gute Zusammenleben. Eine kleine Glocke läutete, als die beiden den Laden betraten. „Vater, ich habe dir Kite gebracht, wie du es wünschtest“, rief Mina in einem traurigen Ton. Auf Nicken des Vaters hin, verließ sie den Laden, indem sie die Tür laut krachend zuwarf. Der Vater schüttelte nur seufzend seinen Kopf. „Verzeih Kite …aber, seit Mina weiß, dass du fort gehen willst, ist sie stets so betrübt. Sag Kite, willst du dir das nicht noch einmal gut überlegen?“ Kite seufzte ebenfalls, schüttelte lächelnd den Kopf und verneinte: „Nehmt es mir nicht übel, aber mein Entschluss steht fest! Ich möchte hinaus in die weite Welt und meine Abstammung ausfindig machen. Das bin ich meiner Mutter schuldig!“ […]
30.8.04 19:08


II

– „So, so…“, Der Händler seufzte noch einmal, „ und wir können dich wirklich nicht umstimmen?“ – „Nein, es tut mir Leid!“, der Junge senkte seinen Blick. – „Na dann..“ Nun legte sich ein schwaches Lächeln auf die Lippen Minas Vaters. „Bevor du gehst, möchte ich dir noch etwas geben. Die Zeit ist gekommen, dass der rechtmäßige Besitzer sein Eigentum wieder erlangt! Gib mir deine Hand, Kite!“ Der Händler ergriff die Hand des Jungens. „Deine Mutter gab mir dieses Medaillon mit den Worten ich solle es dir überreichen, wenn die Zeit gekommen ist und hiermit erfülle ich ihre Bitte. Ich weiß nicht wozu es bestimmt ist, aber ich denke das wirst du noch früh genug erfahren.“ Gebannt schaute der Junge auf seine Hände, die er langsam öffnete. „Aber das ist doch…! Der kalte Gegenstand aus meinem Traum….es ist ein Medaillon!“ Welch kostbares Schmuckstück seine Mutter ihm hinterlassen hatte. Erstaunt weitete er seine Augen, als er das feine, wie Glas wirkende Schmuckstück betrachtete. Hauchdünne Silberfäden rahmten zwei Drachen ein, deren lange, geschwungene Schwänze, die ineinander gedreht waren, sich kunstvoll um ein silbrig goldenes Schwert wandten. Der eine Drache schimmerte bläulich, wobei der andere rötlich schimmerte. Die scharfen Krallen lagen besitzergreifend auf dem sanft geschwungenen Schwertgriff. Die Augen leuchteten und zogen den Betrachter magisch an. Kite wagte es kaum zu Atmen, als er dieses magische Gebilde bestaunte, jeden Moment erwartend, dass die zwei mystischen Wesen aufsprangen und wegflogen. Seine Augen folgten langsam den Ornamenten, die von den zarten Fäden gebildet wurden und er fuhr vorsichtig nach, strich sanft über diese wunderschöne Kunst. Wie verzaubert pendelte er das Medaillon vor seinem Gesicht, bis er seine Augen schloss und sich das wertvolle Schmuckstück um den Hals hängte. „Habt Dank, mein Herr!“
30.8.04 19:09


III

Während dessen saß Mina nachdenklich auf einem Stein vor dem Laden.

„Blöder Kite!“ entrann es ihrer Kehle, während sie säuerlich Büschel von Grashalmen aus dem Boden riss, „Mich einfach nicht mitzunehmen ist eine Frechheit!“ Sie sprang auf und rannte zu einem nahe gelegenen Baum, riss ein Messer hervor und stach immer wieder in den Stamm des Baumes. „..Ich will doch nur an deiner Seite sein…Es ist doch gar nicht sicher, ob du zu mir zurück kehrst….“ Sie stoppte abrupt und strich seufzend über die kaputte Rinde. „Ich will dich nicht auch noch verlieren!“ Mina konnte sich einfach nicht mit Kites Vorhaben anfreunden. Es schmerzte zu sehr. Ihre Gedanken kreisten wirr umher. Sie wollte unbedingt mit, unbedingt! Langsam fasste sie sich wieder und richtete sich auf „ Pah! Was mache ich mir eigentlich Gedanken um den Kerl? Der ist es doch gar nicht wert…Ich…werde ihn schon nicht missen müssen!“ Sie verschränkte wütend ihre Hände vor der Brust. „Doch..“, Mina ließ ihre Arme hängen „ Doch…schrecklich vermissen sogar! Dabei haben wir alles gemeinsam gemacht. Wir sind zusammen aufgewachsen und durch dick sowie dünn gegangen. Warum soll plötzlich auf einen Schlag alles anders sein? Warum?! Soll das denn jetzt wirklich alles vorbei sein? Mag er mich denn nicht mehr?“, murmelte das Mädchen, während ihr ein paar Tränen ihre Wangen runter kullern. Sie ließ ihren Kopf hängen, nahm einmal tief Luft, wischte sich die Tränen weg und schaute noch grimmiger drein „ Ach Mina, nun stell dich nicht so an!“, sagte sie ihr plötzlich selber „ Du wirst auch ohne diesen Dummbatzen zurechtkommen!“ Sie stemmte ihre Arme gegen ihre Hüfte.“ Ja, auf jeden Fall, aber …argh…draußen wird er bestimmt viele Weiber treffen und Kite sieht gar nicht mal so schlecht aus!“ Sie raufte sich die Haare, wobei sich ein rötlicher Schimmer um ihren Nasenbereich legte. „Oh mein Gott, was rede ich denn da?“ verzweifelt hüpfte sie hin und her. Kite war während dessen allmählich aus dem Laden getreten. //Öh…Mina?// Amüsiert steckte er seine Hände in die Tasche und tapste langsam Richtung Mina, die ihre Kreise um ein Fleckchen Gras zog. „Bin ich jetzt völlig verrückt?“, schrie sie, während sie ihre Haare weiter auseinander nahm, “ Wäh…ich werde noch völlig wahnsinnig!“ – „Was machst du da Mina?“ Kite lächelte nur sanft. Mina stattdessen wurde rot wie eine Tomate, winkte ab, „ GAR NICHTS; GAR NICHTS!“ Sie kehrte dem Jungen den Rücken zu, verschränkte ihre Arme vor der Brust und fragte errötet kleinlaut, „Seit wann bist du draußen?“ – „Schon gut! Hab schon nichts mitbekommen!“ Kite winkte ab, während er seufzend in die Luft stierte. //Na nu? Warum seufzt Kite denn auf einmal? Überlegt er es sich doch anders? Nein! Das glaub ich nicht!// Mina ging langsam auf ihn zu, schmiegte sich an seinen Arm und schaute zu ihm auf,

„Was ist?“ Der Junge senkte seinen Blick, atmete einmal tief durch winkte erst einmal ab. Doch Mina ließ nicht locker. „Was ist denn? Ich mag es nicht, wenn du so ‘n Trauergesicht ziehst! Nun komm schon! Wenn du dich schon vom Acker machst und mich hier alleine zurücklässt, erzähl mir wenigsten noch, über was du gerade nachdenkst!“ Bei diesen Worten lächelte das Mädchen gequält. Kite war es nicht entgangen, so gönnte er sich noch einmal einen tiefen Atemzug, bevor er ihr seinen Kummer beichtete, dass er sie vermissen wird, sowie die anderen Leute hier. Er erzählte ihr auch über seinen Traum letzte Nacht; über das Medaillon, das in seinem Traum vorkam und welches er jetzt in der Hand hielt; über die rätselhafte Figur, ganz in schwarz gehüllt, dessen Augen brannten und so vertraut vorkamen und über die Schatten der 7 Personen, wozu er selber gehörte.

30.8.04 20:07


IV

Am Abend war es dann soweit.

Das Schiff, das Kite von der Insel nach Ahola bringen sollte, war am Hafen eingelaufen. Es waren unter den Passagieren nicht viele Reisende. Zwei oder Drei Leute, zu denen Kite gehörte. Der Rest war Kaufleute, die nach Ahola kommen, um Ware wieder nach Loutie zu transportieren. Die Passagiere verabschiedeten sich noch von ihren Freunden. So auch Kite von seinen. „ Pass auf dich auf!“ rief einer. „ Wir hoffen du findest was du suchst!“, wünschte ein anderer. „ Möge das Glück dich auf dem Wege begleiten!“ Minas Vater legte seine Hand auf Kites Schulter und lächelte traurig. Kite nickte lächelnd und dankte. „ Sag mein Herr, wo ist Mina? Ich habe sie noch nirgends erblickt! Ich wollte mich doch auch von ihr …verabschieden!“ Kite senkte traurig seinen Blick. „ Mein Junge…“ begann Minas Vater dann langsam zu erklären. „ Mina wünschte es dich nicht zu sehen. Sie sitzt zu Hause auf ihrem Bett. Bestimmt sind ihre Augen schon rot angeschwollen, so viele Tränen hat sie vergossen.“ Der Mann schüttelte seinen Kopf, „ Sie möchte dir nicht so unter die Augen treten. Sie möchte, dass du sie hübsch in Erinnerung behältst und außerdem möchte sie dir den Abschied nicht erschweren!“ – „Verstehe!“ Kite umarmte denn Mann und machte sich dann langsam aufs Schiff. Er winkte allen noch einmal traurig lächelnd, drehte ihnen dann den Rücken zu und verschwand vom Deck. Dass in jemand dabei beobachtete, bemerkte er gar nicht, nicht einmal, dass die Gestalt ihm zu folgen schien.



( Chapter Three - Ende)

30.8.04 13:47





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