...wo wird sie enden, die Reise...

Oct. 30th 2006 - Chapter 9 ~ ♪ ~ ♫


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Chapter Two

Chapter Two



Auch wenn bereits die ersten schwachen Sonnenstrahlen einen Schein auf die Strohdächer Louties warfen, lag noch ein Hauch von Schlaf und Stille über dem kleinen unentwickelten Dorf im Norden, wo jeder jeden kannte. Die grünen Büsche, Bäume und Wiesen zeigten die Schönheit der Natur und strahlten Frische aus. Der Tau lagerte sich auf den grünen Halmen ab. Die ersten Vögel setzten sich in die hohen Baumkronen und fingen an ihr Lied zu trällern. Kein Mensch war weit und breit zu sehen. Auch regte sich kaum ein Körper in den Hütten, ausgenommen in einer kleinen Hütte nahe dem Fluss, welcher Loutie durchfloss. //Nur ein Traum…aber ein seltsamer!// Kite schaute verstört auf seine Hände, die krampfhaft die Bettdecke umfassten. Dann wendete er langsam seinen Kopf Richtung Fenster. Er schaute hinaus, wiegte seinen Kopf hin und her und plötzlich umspielte ein Lächeln seinen Mund, als der Junge die Sonne sich langsam über den Horizont erstrecken sah. Sein kurzes, dunkelbraunes Haar, welches ihm frech ins Gesicht hing, schimmerte leicht rötlich im Schein der Sonne. Noch ein wenig müde, rieb Kite sich über die Augen, gähnte herzhaft auf, schmatzte vor sich hin, ehe er sich wieder ins Bett fallen und seinen Gedanken freien Lauf ließ. //Aber, was wollte dieser mir sagen? Die sieben Schattenbilder, dieser kalte Gegenstand….und dann auch noch dieser Mann, schwarz umhüllt, sodass man nur seine Augen sehen konnte.//

Langsam schwang er seine Beine vom Bett und streifte sich langsam seine Kleider über. //Sicherlich hatte der Traum was zu sagen! Ich sollte einen Wahrsager aufsuchen! Er kennt bestimmt die Antworten auf meine Fragen...…ja…ich werde ihn gleich mal darauf ansprechen, bevor ich meine Sachen packe und mich auf meine bereits seit Jahren geplannte Reise aufmache! Mutter! Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, um dir deinen Wunsch in Erfüllung zu bringen!//
30.8.04 18:19


II

Die Zeit war schnell vergangen, um genau zu sein 16 Jahre. Kite’s Mutter war bereits gestorben, als er 8 Jahre alt war mit den Worten „ Suche die Wahrheit! Beuge dich deinem Schicksal! ziehe los, wenn du das 16. Jahr erreicht hast!“ Kite hatte es nicht wirklich verstanden. Er war ja auch noch jung, außerdem trat der Tod seiner geliebten Mutter so plötzlich ein, sodass er sich nicht fassen konnte. Seinen Vater kannte er nicht und ob er dort draußen in der weiten Welt noch Geschwister hat, war ihm nicht bekannt, geschweige denn, ob diese noch leben. Aber genau deswegen wollte er hinaus. Er wollte nach der Wahrheit suchen, wie seine Mutter ihm das sagte. Er verlangte nach seiner Vergangenheit zu suchen, die seine Mutter ihm nie zu erzählen vermochte. Er begehrte das Wissen, warum er seinen Vater nie kennen lernen durfte, warum nur seine Mutter ihn ernährte. Er wünschte sich zu wissen, was sein Erzeuger für ein Mensch war. Er wollte doch so vieles wissen und – ENDLICH! - endlich durfte er auf Entdeckung gehen. Es war sein 16ter Geburtstag – Der Tag seiner Abreise.
30.8.04 19:55


III

Kite streckte sich, zupfte noch einmal hier und da an seiner Kleidung und wendete sich endlich der Türe zu, als diese plötzlich aufknallte. „ MORGÄÄÄN BURZELTAG-KIND!“, begrüßte ihn ein junges Mädchen namens Mina. Sie warf ihr blondes, leicht gewelltes Haar zurück, ehe sie ihre Schuhe prüfte, Anlauf nahm und – temperamentvoll wie sie war – sich ihm um seinen Hals warf, sodass beide zu Boden stürzten. Ein breites Grinsen umspielte ihre Lippen, während ihre violett leuchtenden Augen ebenfalls herzhaft lachten. „ Kite wird 16 Jahre alt! ...Schon erwachsen! Na denn…was wünscht sich der Herr, bevor er die ersehnte Reise antreten wird? Mmh?“ – „Ähm…Morgen Mina-chan!“ grüßte der verschreckte Junge zaghaft, „Warum so stürmisch?“ – „Ja heut ist doch ein wichtiger Tag für dich! Also? ...Ich höre?“ Mina lächelte immer noch, während sie ganz Ohr auf Kites Antwort wartete. „ Mmh…als erstes wünsche ich, dass mein Körper nicht mehr unter deinem Gewicht zu leiden braucht!“ Kite grinste. „eh?“, Mina schaute verdutzt, bevor sie merkte, dass sie auf ihm lag. „Orr…Idiot!“, hektisch entfernte sich ihr Körper von dem Jungen und rot vor Verlegenheit richtete sie ihren Blick gen Boden. „Ach war doch nur Spaß!“ Kite näherte sich seiner Freundin und zog ihre Wangen auseinander. Daraufhin brechen beide in schallendes Gelächter aus. Sie kennen sich seit Kindertagen. Denn als Kite’s Mutter verstarb, nahm Minas Vater den Jungen an sich. Er ernährte beide Kinder, die mit der Zeit immer mehr zu dicken Freunden wuchsen. Der Dritte im Bunde war Kai, ein Nachbarsjunge – nur 1 Jahr älter wie Kite. Zu dritt erlebten sie so manches kleine Abenteuer, heckten Streiche aus und spielten Dorfpolizei. Das hielt so lange an, bis Kai mit seinem Vater aus dem Dorfe ging, um Geschäfte außerhalb zu tätigen. Kai wollte eigentlich wieder kommen, aber seltsamerweise kam es nie dazu, dass sie noch mal zu dritt vereint gemeinsam spielten. Noch ein Grund für Kite, die Reise anzutreten. Er hoffte nämlich seinen besten Freund draußen zu finden und wieder zu sehen. [....]
30.8.04 19:09


IV

Plötzlich seufzte Mina, woraufhin Kite aufschaute und sie fragte, was los sei. Doch das Mädchen schüttelte nur ihren Kopf,

„Ich überlege nur gerade, wie einsam ich sein werde, wenn du auch noch fort gehst, wie Kai!“ Mina spielte mit einer Haarsträhne, „ Ich meine..wer weiß, ob du jemals wieder kommst!“ Kite lächelte sanft, „ ich werde sicherlich heimkehren! Wie könnt ich jemals dieses Dorf mit den netten Leuten verlassen?“ Nun konnte sich Mina nicht mehr halten und umarmte ihren Freund, „ Wie kannst du dir da nur so sicher sein? Kai..kai ist auch nicht heimgekehrt, obwohl er uns das versprochen hat! Ich glaube nicht, dass er Versprechen bricht! Ihm ist sicherlich was zugestoßen! Die Welt da draußen ist gefährlich!“ Kite legte einen Arm um das Mädchen und strich ihm über den Rücken, „ Mach dir nicht so viele Sorgen! Mir wird schon nichts passieren. Ich könnte euch nie verlassen, die ihr mir so ans Herz gewachsen seid! Und kai hat bestimmt einfach nur keine Gelegenheit gefunden, zurück zu kehren! Unser kühler Freund ist sicherlich wohlauf!“ Kite versuchte seine Freundin zu beruhigen. „Warum…warum darf ich denn nicht mit? Das ist so unfair! Nur weil ich ein Mädchen bin? Oder weil ich jünger bin wie du?“, beschwerte sich das Mädchen und blickte dem Jungen schmollend ins Gesicht, dessen Lächeln nicht verblasste. „ Du sagtest doch selber, dass es da draußen zu gefährlich wäre! Denkst du ein Mädchen wie du, wäre da draußen sicherer? Nein, das ist es nicht! Du gehörst hier hin! Hier bist du sicherer. Außerdem ist dein Vater sicherlich meiner Meinung! Er hätte was dagegen, wenn du mir folgen würdest! Sei ihm eine brave Tocher, mmh?“ Kite drückte Mina noch einmal, bevor er sich in die Höhe begab und ihr eine Hand hinhielt. „ Kommst du? Es wird Zeit!“ – „ Na wenn es sein muss!“, seufzend richtete Mina sich nun auch auf und trat mit Kite aus dem kleinen Zimmer.



[Ende des 2. Kapitels]
30.8.04 19:09





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