...wo wird sie enden, die Reise...

Oct. 30th 2006 - Chapter 9 ~ ♪ ~ ♫


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Chapter Nine

Chapter Nine

"So dunkel...so unglaublich dunkel!". Kite öffnete die Augen. Es ist pechschwarze Nacht. Er befindet sich mitten auf einem leeren Marktplatz, der von Steinhäusern eingerahmt war, die seltsamerweise sehr bedrohlich wirkten. Seine blauen Augen erkundschaften die Gegend. Wo war er gelandet? Wo sind die anderen? Wo ist Mina...Lei Meng...Yujin? Fragen über Fragen reihten sich in seinem Gehirn zusammen auf die er allerdings keine Antwort fand. Kite runzelte seine Stirn und setze zum Nachdenken einen Finger ans Kinn. "Denk nach! Denk nach! Wie kommst du zu solch einem Ort?" Er seufzte unmerklich. Bevor sich nur ein Rädchen in seinem Gehirn drehen konnte, vernahm er ein leises, entferntes Schluchzen, das ihn aus seinem Gedanken riss. "...Hilfe..." Er schaute auf, "Wer ist da?..., Mina? Lei Meng? Yujin? Mr. Tsao Peng?" Langsam setze er einen Fuß vor den anderen und bekam ein immer klareres Bild. 10 Meter von ihm entfernt saß eine in sich gekauerte Person. Kite näherte sich ihr und erkannte alsbald, dass es sich um Lei Meng handelte. "Lei Meng?...", fragte er verunsichert. Eine tröstende Hand legte sich um das kleine Mädchen, die offensichtlich Mina gehörte. "Mina?" Kite näherte sich noch ein Stück. Lei Mengs Gesicht war ganz nass. Kite blieb stehen und sein Blick folgte stumm einer Träne, die sich auf Lei Mengs Hand wiederfand, wo sie sich mit dem dort befindlichen Blut vermischte. "Was zur...?!" Er beobachtete weiterhin wie das Blut auf den Boden tropfte und sich eine große Blutlache bildete, die bis zu seinen Füßen ausweitete. Fassunglos wich er zurück und hob den Blick. Da sah er wieder diese vermummte Gestalt aus seinem ersten Traum. Er sah, wie sich das Phantom über seine Freunde beugte. "Du!" schrie Kite mit einem Mal. Hektisch und nervös richtete er seinen Blick wieder auf Lei Meng und Mina, dann wieder zum Phantom. Er verspürte nichts Gutes. Er wachte aus seiner Starre auf und steuerte seine Freunde an. Da drehte die Gestalt seinen Kopf Richtung Kite. Zwei rote Augen funkelten auf und ein großes Feuer entbrannte, das eine Wand zwischen Kite und den zwei Mädchen bildete. Es nahm Kite die Sicht. " Nein!", schrie er und hob abwehrend seine Arme. Dennoch hielt es ihn nicht davon ab, verzweifelt zu den Mädchen vorzudringen. Schmerzen durchfuhren den Jungen. Seine Haut schmolz unter der Hitze. Seine Augen brannten. "NEEEEEEEEEIIIIN!!!!" Sein Schrei klang immer verzweifelter.

"NEIN sagte ich!" Kite setzte sich kerzengerade auf. Schwer atmend blickte er um sich. Er befand sich in einem der fahrenden Wagons. "Wieso?" schluchzte er und vergrub seinen Kopf in seinen Händen.
30.10.06 17:58


II

"Kite!--" Mina war zusammen mit Lei Meng nach hinten in den Wagon gestürzt. Kite blickte weder auf noch zuckte er zusammen, als sein Name ertönte. "Wieder ein Traum?" hakte Mina vorsichtig nach und trat näher heran. Lei Meng war verunsichert, hatte sie den Jungen noch nie in diesem Zustand erlebt, was daran liegen könnte, dass sie sich erst einen Tag kannten. Sie blieb dicht hinter Mina stehen und beobachtete den Jungen, der eine Blässe aufwies, die seinen kranken Zustand andeutete. Seine braunen Haare waren nass geschwitzt, so seine Kleidung. Das kleine Mädchen jappste kurz, als sie seine blutende Hand bemerkte. Auch Mina blieb dies nicht unbemerkt. "KITE!" sie schmieß sich panisch neben ihn und packte ihn unsanft an den Schultern. "Kite!" Sie schüttelte ihn leicht. Kite wusste nicht was er antworten sollte, war er noch u sehr mit dem Traum beschäftigt. Mehr noch: Der Traum war einfach zu krass, als dass er ihn schildern könnte. Nicht nur, dass er es nicht konnte, er wollte es auch nicht. Er atmete tief durch, sehr tief, ehe er sich besann und ein schwaches Lächeln durchzuringen versuchte. "War'n blöder Alptraum!" - Mna verzog ihre Augenbrauen. "Elender Lügner!" Klar, dass Mina es dem Jungen nicht abnahm, jedoch fragte sie nicht weiter nach. Nicht, dass sie auf Grannit beißen würde. Sie wollte aber nicht zu aufdringlich werden. Sie wollte ihm genug Zeit lassen um den Traum zu verarbeiten. Schweigend ließ sie sich von Lei Meng einen sauberen Lappen und eine Mullbinde geben. Ohne die Miene zu verziehen verarztete sie ihren Freund, ehe sie sich wortkarg zu Yujin gesellte, der die Pferde führte.
Die Truppe war schon nachts wieder aufgebrochen, um in der Früh in Ponterra zu sein, hatten sie doch einen kleinen Auftritt am Abend aufzuführen.

Kite schaute seiner Freundin nicht nach. Er machte gar keine Anstalten sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Aber dachte er auch nicht sonderlich mehr über den Traum nach. Sein Kopf war einfach nur leer. unglaublich leer.

Verwirrt schaute Lei Meng Mina hinterher, folgte ihr aber nicht. Stattdessen ertönten plötzlich seltsam schief klingende Töne. Kite blickte auf. Lei Meng hatte sich Kites Flöte gegriffen und versucht e ihn durch ein Flötenspiel aufzuheitern, versagte jedoch komplett. Peinlich berührt kratzte sich das kleine Mädchen am Hinterkopf. Eine Röte stieg ihr in den Kopf, einer Tomate gleich. Kite lächelte sanft, winkte sie dann zu sich. "Das muss du aber noch üben!" Er grinste breit, ehe er das Instrument an seine Lippe setzte. Lei Meng lächelte schüchtern, ehe sie sich an Kite kuschelte und der Melodie lauschte.

Mina warf nur kurz einen Blick in den Wagon, ehe sie seufzend ihren Blick wieder nach vorne richtete und das Schild Pronterra erblickte.
30.10.06 18:39





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