...wo wird sie enden, die Reise...

Oct. 30th 2006 - Chapter 9 ~ ♪ ~ ♫


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II

"Kite!--" Mina war zusammen mit Lei Meng nach hinten in den Wagon gestürzt. Kite blickte weder auf noch zuckte er zusammen, als sein Name ertönte. "Wieder ein Traum?" hakte Mina vorsichtig nach und trat näher heran. Lei Meng war verunsichert, hatte sie den Jungen noch nie in diesem Zustand erlebt, was daran liegen könnte, dass sie sich erst einen Tag kannten. Sie blieb dicht hinter Mina stehen und beobachtete den Jungen, der eine Blässe aufwies, die seinen kranken Zustand andeutete. Seine braunen Haare waren nass geschwitzt, so seine Kleidung. Das kleine Mädchen jappste kurz, als sie seine blutende Hand bemerkte. Auch Mina blieb dies nicht unbemerkt. "KITE!" sie schmieß sich panisch neben ihn und packte ihn unsanft an den Schultern. "Kite!" Sie schüttelte ihn leicht. Kite wusste nicht was er antworten sollte, war er noch u sehr mit dem Traum beschäftigt. Mehr noch: Der Traum war einfach zu krass, als dass er ihn schildern könnte. Nicht nur, dass er es nicht konnte, er wollte es auch nicht. Er atmete tief durch, sehr tief, ehe er sich besann und ein schwaches Lächeln durchzuringen versuchte. "War'n blöder Alptraum!" - Mna verzog ihre Augenbrauen. "Elender Lügner!" Klar, dass Mina es dem Jungen nicht abnahm, jedoch fragte sie nicht weiter nach. Nicht, dass sie auf Grannit beißen würde. Sie wollte aber nicht zu aufdringlich werden. Sie wollte ihm genug Zeit lassen um den Traum zu verarbeiten. Schweigend ließ sie sich von Lei Meng einen sauberen Lappen und eine Mullbinde geben. Ohne die Miene zu verziehen verarztete sie ihren Freund, ehe sie sich wortkarg zu Yujin gesellte, der die Pferde führte.
Die Truppe war schon nachts wieder aufgebrochen, um in der Früh in Ponterra zu sein, hatten sie doch einen kleinen Auftritt am Abend aufzuführen.

Kite schaute seiner Freundin nicht nach. Er machte gar keine Anstalten sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Aber dachte er auch nicht sonderlich mehr über den Traum nach. Sein Kopf war einfach nur leer. unglaublich leer.

Verwirrt schaute Lei Meng Mina hinterher, folgte ihr aber nicht. Stattdessen ertönten plötzlich seltsam schief klingende Töne. Kite blickte auf. Lei Meng hatte sich Kites Flöte gegriffen und versucht e ihn durch ein Flötenspiel aufzuheitern, versagte jedoch komplett. Peinlich berührt kratzte sich das kleine Mädchen am Hinterkopf. Eine Röte stieg ihr in den Kopf, einer Tomate gleich. Kite lächelte sanft, winkte sie dann zu sich. "Das muss du aber noch üben!" Er grinste breit, ehe er das Instrument an seine Lippe setzte. Lei Meng lächelte schüchtern, ehe sie sich an Kite kuschelte und der Melodie lauschte.

Mina warf nur kurz einen Blick in den Wagon, ehe sie seufzend ihren Blick wieder nach vorne richtete und das Schild Pronterra erblickte.
30.10.06 18:39
 



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